Vor zehn Jahren wurde zusammen mit der Gründung des Landeswettbewerbs Mathematik in Bayern auch die Gründung des QED e.V. initiiert. Der Wettbewerb fand im Schuljahr 1998 / 99 unter der Leitung von Herrn Großmann das erste Mal statt. Die besten 30 Schülerinnen und Schüler aus Nordbayern durften am ersten Ferienseminar teilnehmen, das damals in Pegnitz stattfand und vom Herrn Kliem organisiert wurde. Sie hatten dort so viel Spaß beim Knoblen, Beweismethoden lernen und den verschiedenen Vorträgen, dass sie sich auf jeden Fall nochmals treffen wollten. Sie wussten jedoch, dass sie nur eine begrenzte Anzahl von Seminaren vor sich haben würden. Durch die Freude daran motiviert, beschlossen 12 von ihnen, ein Nachtreffen zu veranstalten. Diese Nachtreffen fanden dann auch in verschiedenen bayerischen Städten statt, wo es ihnen gelungen war, die bekannte Seminarstimmung wieder aufleben zu lassen. Auf dem zweiten dieser Nachtreffen wurde schließlich die Gründung eines eigenen Vereins beschlossen - dem Quod Erat Demonstrandum e.V. Unterstützt wurden sie dabei von Herrn Kliem, der deswegen
heute immer noch Ehrenmitglied in diesem Verein ist. Mit Hilfe diese Vereins sollten auch ältere Schüler die Möglichkeit erhalten, gemeinsam auf Seminaren mathematische Vorträge anzuhören, Aufgaben zu lösen und natürlich auch das Rollenspiel Mafia zu spielen, so wie sie es bei den Seminaren des Landeswettbewerbs Gewohnheit war.
Mittlerweile hat der vor 9 Jahren gegründete QED 182 Mitglieder, von denen einige bereits an ihrer Doktorarbeit schreiben, wohingegen die jüngsten gerade mal die 9. Klasse besuchen. Die Seminare werden allerdings immer noch von Mitgliedern des QED in den verschiedensten bayrischen Städten organisiert, auch wenn man heute aufgrund des Altersunterschiedes oftmals in Seminare für jüngere und Seminare für ältere unterteilt. Die Seminare sollen, genauso wie die des LWMB, dazu beitragen, sich mit neuen Beweismöglichkeiten und mathematischen Phänomenen vertraut zu machen und das gemeinsame Problemlösen fördern. Dazu werden von Lehrern, ältere QEDlern und auch Professoren aus nähergelegenden Universitäten Vorträge gehalten, deren Themen von Zahlentheorie bis Optimierung und von Spieltheorie bis Quantenmechanik und Verschlüsselungscodes reicht.
Doch nicht nur Vorträge, sondern auch das Aufgabenlösen wird im QED gefördert. Dazu findet auch auf manchen Seminaren ein interner Matboj mit Namen QEDMO statt, der ebenfalls von Mitgliedern organisiert wird. Hierbei besteht die Möglichkeit, sich im Präsentieren von Beweisen einer ganzen Gruppe (von teilweise sehr kritischen) Personen zu üben und auch auf deren Fragen eingehen zu können. Jüngere Teilnehmer können während des gemeinsamen Lösens und des Besprechens von Lösungen besonders von den Erfahrungen der älteren profitieren.
Schlussendlich wünschen wir dem LWMB, aus dem wir entstanden sind, ein langes Fortbestehen. Selbstverständlich gilt unser Dank auch Herrn Kliem, ohne den es uns heute nicht gäbe und der uns immer noch tatkräftig unterstützt.
Viktoria Ronge und Kathrin Helmsauer
(Vorsitzende des QED e.V.)